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FLASHES OF THE FUTURE

Die Kunst der 68er oder die Macht der Ohnmächtigen

LUDWIG FORUM | Jülicher Straße 97–109 | 52070 Aachen | 20.04.18–19.08.18
IN DER AUSSTELLUNG
Lumumba

Lumumba is dead, 1959
mixed media on canvas, 182 x 198 cm

INFORMATION
poster

Künstler in der Ausstellung: Georg Baselitz, Joseph Beuys, Bazon Brock,  Günter Brus, Carlfriedrich Claus, Guy Ernest Debord, Niki de Saint Phalle,  Erró, Valie Export, Hans-Peter Feldmann,  Sam Goodman, Hans Haacke, Dieter Hacker, Richard Hamilton, Lynn Hershman Leeson, Edward Kienholz, Milan Knizak, Maria Lassnig,  Jean-Jacques Lebel,  Boris Lurie (NO!art), George Macunias, Gustav Metzger, Yoko Ono, Nam June Paik, A.R. Penck, Sigmar Polke, Heimrad Prem, Martha Rosler, Eugen Schönebeck, Daniel Spoerri, Aldo Tambellini, Jean Tinguely, Günther Uecker,  Wolf Vostell, Franz Erhard Walther, Peter Weibel, Vladimir Yankilevsky, HP Zimmer u.a.

1968 – kaum einem anderen Jahr kommt im 20. Jahrhundert ein derart symbolischer Status zu, keines ist so besetzt mit Mythen, Vorurteilen und Emotionen. Es ist ein Jahr, in dem in zahlreichen Ländern der Welt Proteste oder Revolutionen stattfanden: der Mai 1968 steht für internationale Jugend- und Protestkulturen in 56 Ländern, darunter in 22 europäischen, aber auch für eine aus ihrem elitären Elfenbeinturm ausbrechende Kunst – parallel dazu beginnt sich auch die Masse der Individuen in der westlichen Welt zu autonomisieren. Student/innen, Intellektuelle und Künstler/innen arbeiteten eng zusammen, um gegen die autoritären Strukturen der Gesellschaften zu kämpfen und Kulturrevolutionen hervorzurufen. Vor allem die bildenden Künstler/innen, die das Kunstwerk als Ware für obsolet erklärten, trugen dazu bei, dass die Wünsche und Fantasien der Studentenbewegung ihren Ausdruck in signifikanten Zeichen und Bildern fanden und Macht über die Realität bekamen.

Aus der Distanz von einem halben Jahrhundert blickt die Ausstellung zurück und beleuchtet erstmals in Abgrenzung zu den bisher zu dem Themenkomplex realisierten Schauen die Ideen, Aktionen, Mythen und Selbst-Deutungen einer Generation im Spiegel ihrer künstlerischen Produkte und Praktiken, um deutlich zu machen, aus welchem Geist die damaligen Aktionsformen und künstlerischen Sprachen entsprungen sind und welchen nicht zu überschätzenden Wert sie noch heute besitzen.

Das Internationale Zeitungsmuseum Aachen wird als Kooperationspartner im Rahmen einer Satelliten-Ausstellung seinen Fokus auf die Rolle der Medien legen. Unter dem Stichwort „Springer“ soll hier insbesondere dargestellt werden, welchen Einfluss der Hamburger Verlag auf die öffentliche Meinungsbildung in den 1960er-Jahren hatte und wie er diese beeinflusst hat.

Parallel zur Ausstellung erscheint eine umfassende Publikation, die im Rahmen der Reihe Zeitbilder bei der Bundeszentrale für politische Bildung veröffentlicht wird.

Kuratoren:  linkAndreas Beitin und  linkEckhart Gillen
Projektleitung: Esther Boehle
Kuratorisch-wissenschaftliche Assistenzen: Sabine Halver und Sonja Wunderlich

Die Ausstellung wird großzügig gefördert vom NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft, von der Peter und Irene Ludwig Stiftung, und der Kulturstiftung der Länder.    mehr
 

©  http://borislurie.no-art.info/shows/2018_68er-aachen.html