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klick zur AnsichtRUDIJ BERGMANN: Boris Lurie TV-Portrait, 1996 | Boris Lurie, angekommen in New York vor über fünfzig Jahren... Im Gepäck die drückende Last Erinnerung... an die jüngere Schwester zum Beispiel ... Gegenwart und Vergangenheit... Wie die Mutter, auch die Schwester 1941 von den Nazis in Riga verschleppt. Auch sie haben ein Grab in den Lüften. Boris Lurie... eine Kunst, der es nie allein um Kunst ging und die ihre ästhetischen Kategorien aus den vielen und widersprüchlichen Erfahrungen des Künstlers ableitet und deren Zeitlosigkeit eine aktuelle ist. Was geschah, ist gewesen. Video

klick zur AnsichtAMIKAM GOLDMAN: Boris Lurie NO!art MAN 2001 | "NO!art Man" erzählt die Lebensgeschichte von Boris Lurie als junger Künstler in New York nach dem Zweiten Weltkrieg über die Jahre, in denen er mit seiner NO!art-Gruppe aktiv war, bis in die Gegenwart. Er dokumentiert die vielen markanten Übergänge in seinem Leben, vom Ignorieren durch das Kunstestablishment bis hin zur zunehmenden zeitgenössischen Prominenz, als deutsche Künstler Interesse an seiner Arbeit zeigten und ihn einluden, im ehemaligen ostdeutschen Konzentrationslager Buchenwald auszustellen, wo er inhaftiert gewesen war. Der Film erörtert sowohl seine anfängliche Einsamkeit in New York City, wo er sich entfremdet fühlte, als auch seine heutige Anerkennung, die sich in einer großen Retrospektive widerspiegelt, die im November 2001 in Chicago im Mary and Leigh Block Museum of Art der Northwestern University eröffnet wurde. Der Film basiert auf Gesprächen zwischen der Regisseurin Amikam Goldman und Boris Lurie von ihrer ersten Begegnung im Jahr 1999 bis 2001. Der Film enthält auch Interviews mit Kunsthistorikern, Händlern und Freunden von Boris Lurie. Video

klick zur AnsichtNAOMI T. SALMON: optimistic - disease - facility, 2003 | Nachdem er die in Deutschland lebende und arbeitende Künstlerin Naomi Tereza Salmon während der Retrospektive seiner Werke 1998/99 in Buchenwald kennengelernt hatte, erteilte er ihr die Erlaubnis, seine Wohnung, sein Atelier und seinen Lagerraum zu dokumentieren. Es entwickelte sich ein Dialog über eine Reihe von Themen, vor allem über die Vergangenheit, über das Leben in New York, über die Palästinenserfrage, aber auch über Stalin und den Kapitalismus. Der Film ist das Ergebnis dieser Begegnung, die lakonisch versucht, die authentische Situation einzufangen, und wurde als Low-Budget-Projekt realisiert. In Anbetracht der Tatsache, dass Lurie der Begründer der No!art-Bewegung ist, ist die Entstehung des Films von deren Manifest inspiriert, das eine Opposition zur amerikanischen Massenkultur und zum Kommerzialisierungsprozess der Kunst darstellt und die Szene der Mainstream- und Pop-Art in Frage stellt, indem es einen eigenen ideologischen und grundlegenden ästhetischen Ansatz schafft. Video

klick zur AnsichtMATTHIAS REICHELT & REINHILD DETTMER-FINKE: Shoa und Pin-Ups: Der NO!-Artist Boris Lurie, 2006 | Lurie war Mitbegründer der New Yorker NO!art-Bewegung, die in den späten 50ern als Gegenspielerin zum Abstrakten Expressionismus und zur aufkommenden Pop-Art entstand. Seine provokativ-extremen Arbeiten loten die Niederungen menschlicher Existenz aus. Sie verweigern sich dem Kunstmarkt. Seine Kunst und Literatur sind Ausdruck der am eigenen Leib erfahrenen Shoah: Kindheit in einer deutschsprachigen jüdischen Familie in Riga. Jugend im Rigaer Getto und in drei KZs. Seit 1946 in New York ansässig. Börsenspekulant und Kommunist. Weltbürger und Heimatloser. Mit Sehnsucht nach europäischer Kultur. Seit über einem halben Jahrhundert sammelt Lurie Erinnerungen und Zeugnisse der Zeit. Seine Wohnung ist zu einem faszinierenden Gesamtkunstwerk geworden, in dem er lebt, aus dem er aber auch nicht entkommen kann. Video

klick zur AnsichtRUDIJ BERGMANN: Die Kunst des Boris Lurie 2016 | Als ich den Künstler Boris Lurie im Zwielicht eines Hausflurs in der 66. Straße, East, in New York erstmals sah, da war sie greifbar nahe, seine Sehnsucht nach Europa. Und als wir die Atelier-Wohnung betraten - diese atemberaubende Collage der Erinnerung - da war mir klar: Lurie hatte die Konzentrationslager, die er gemeinsam mit seinem Vater überlebte, mental niemals ganz verlassen. Das war im Oktober 1996. Es war der Beginn einer langen Freundschaft, an deren Anfang ein Film stand. Der Fluxus- und Happening-Künstler Wolf Vostell hatte mich in seiner bekannten Eindringlichkeit auf Luries verstörende Bildwerke aufmerksam gemacht: KZ-Häftlinge, Gespenstergestatten zwischen Lebenshoffnung und Gebrochenheit; umzingelt von Pin-up-Girls in eindeutigen Posen. Keine pornografische Laune des Künstlers, sondern Konzept, um den Zusammenhang zwischen Sex und Macht, Reichtum und Korruption aufzudecken. Boris Lurie hatte die Schönen und die Nackten, die Vergasten und die Entkommenen zu seinem, wenn auch nicht zum einzigen, künstlerischen Thema gemacht. Stets jonglierend auf des Messers Schneide im Minenfeld zwischen voyeuristischer Lust und purem Entsetzen. In Kunst und Leben hat er weder vor dem einen noch vor dem anderen kapituliert. Video

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